Die Pensionszusage

Bei der Direkt- oder Pensionszusage verpflichtet sich der Arbeitgeber, seinen Beschäftigten oder deren Angehörigen eine Rente zu zahlen. Das Geld dafür stammt aus umgewandeltem Gehalt des Arbeitnehmers oder möglicherweise auch vom Unternehmen selbst. Träger der Versorgung ist in jedem Fall der Arbeitgeber. Um die Rente später bezahlen zu können, muss das Unternehmen Rückstellungen bilden. Für den Arbeitgeber hat die Direktzusage den Vorteil, dass auch er die Rückstellungen steuermindernd geltend machen kann. Die meisten Unternehmer legen das Geld in einer Lebensversicherung an. Im Fall der Insolvenz des Arbeitgebers sind die Beschäftigten über den Pensionssicherungsverein abgesichert.

Flexibel und steuersparend

Auf den eingezahlten Beitrag bis vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (Rentenversicherung) - im Jahr 2015 sind das 2904 Euro (2496 Euro Ost) zahlt der Arbeitnehmer weder Steuern noch Sozialabgaben . Das lohnt vor allem für Besserverdiener, denn die Beiträge sind (in fast unbegrenzter Höhe) steuerfrei. Auch die flexible Gestaltung ist interessant: Boni oder Überstundenvergütungen können in Versorgungslohn umgewandelt werden. In der Tat wird die Zusage meist nur noch Top-Angestellten angeboten.

Ab 2040 volle Steuern

Die Rentenzahlung ist im Vorfeld fest definiert und beginnt in der Regel nach dem 67. Lebensjahr, frühestens mit 63. Das Geld kann auch auf einen Schlag ausgezahlt werden. In beiden Fällen muss es versteuert werden. Bis Ende 2005 galt bei Auszahlung ab dem 62. Lebensjahr noch ein Versorgungsfreibetrag von maximal 3072 Euro im Jahr und der Arbeitnehmerpauschbetrag von 920 Euro im Jahr. Diese Freibeträge werden bis 2040 allerdings schrittweise abgeschmolzen: Wer dann in Rente geht, muss den Betrag voll versteuern.