Die Unterstützungskasse

Bei einer Unterstützungskasse handelt es sich um eine rechtlich selbstständige Versorgungseinrichtung, die betriebliche Altersversorgung für ein oder mehrere Unternehmen durchführt. Ein Rechtsanspruch der Arbeitnehmer gegenüber der Unterstützungskasse selbst besteht nicht, sondern nur gegenüber dem Arbeitgeber. Dieser ist an der Kasse beteiligt und zahlt Beiträge für die Arbeitnehmer ein. In der Regel wird das eingebrachte Kapital von der Unterstützungskasse in einer Lebensversicherung angelegt. Im Fall der Insolvenz des Arbeitgebers sind die Beschäftigten auch hier über den Pensionssicherungsverein abgesichert.

Attraktiv für Gutverdiener

Das umgewandelte Gehalt, das der Arbeitnehmer für die Unterstützungskasse abführt, ist steuerfrei - und zwar unbegrenzt. Attraktiv ist das entsprechend für Besserverdiener. Außerdem sind Arbeitnehmerbeiträge aus der Entgeltumwandlung bis 4 % der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung (2856 Euro p.a.) sozialversicherungsfrei. Der Arbeitgeber kann seine Beiträge als Betriebsausgaben geltend machen. Der Arbeitgeberanteil ist in unbegrenzter Höhe sozialversicherungsfrei.

Volle Steuern

Die spätere Rentenzahlung muss voll versteuert werden. Der Arbeitnehmer kann zwischen Kapital- oder Rentenleistung wählen. Der Arbeitgeber gibt nur die Garantie für eine versicherungsmathematisch errechnete Mindestauszahlung.

Eingeschränkte Flexibilität

Bei einem Jobwechsel kann der Beschäftigte seine Betriebsrente über eine Unterstützungskasse nicht ohne weiteres mitnehmen. Nur mit Zustimmung des neuen Arbeitgebers kann er sie mitnehmen und fortführen. Ein Rechtsanspruch besteht allerdings nicht.