Das Zeitwertkonto

Ungeahnte Möglichkeiten für Arbeitnehmer und Geschäftsführer

Für immer mehr Arbeitnehmer, Manager, auch Geschäftsführer ergibt sich das Problem des gleitenden Übergangs vom Beschäftigungsverhältnis in den gesetzlichen Ruhestand. Somit steigt zwischen dem 55. und dem 67. Lebensjahr die Wahrscheinlichkeit der Arbeitslosigkeit sehr stark an. Der soziale Abstieg ist programmiert. Denn schon nach einem Jahr Arbeitslosigkeit bedeutet dies dann Arbeitslosengeld II nach Hartz IV.

 

Lebensarbeitszeit-Konten bieten dagegen eine hervorragende Möglichkeit des gleitenden Übergang vom Beschäftigungsverhältnis in den gesetzlichen Ruhestand. Ziel des Lebensarbeitszeitmodells ist die flexible Gestaltung der Lebensarbeitszeit vor Beendigung des aktiven Berufslebens. Nicht zu verwechseln sind Lebensarbeitszeit-Konten mit Gleitzeitkonten; d.h. dem Ansparen von Arbeitsstunden und späteren Freizeitausgleich hierfür. Denn Lebensarbeitszeit-Konten werden in Geldwerten geführt. Die Mitarbeiter können hierbei sowohl Gehalts-/Lohnbestandteile als auch in Geld bewertete Zeitguthaben (z.B. Überstunden) steuer- und sozialversicherungsfrei auf dem Geldwertkonto ansparen.

 

Mit dem Lebensarbeitszeit-Konto kann der Bezug und somit auch die Besteuerung von Vergütungsbestandteilen (Teile des Bruttogehaltes/-lohnes, Provisionen, Boni etc.) in die Zukunft verschoben werden. Auch leitende Mitarbeiter und selbst geschäftsführende Gesellschafter von Kapitalgesellschaften können diese umfangreichen Gestaltungsmöglichkeiten nutzen.
Eine betriebliche Vereinbarung/Versorgungsordnung definiert die verschiedenen Möglichkeiten der Arbeitsfreistellung; z.B. Vorruhestand, Teilzeitarbeit, Erziehungsurlaub, Bildungsurlaub, Sabbatical etc.

 

In einer Gehaltsumwandlungs-Vereinbarung werden zwischen Unternehmen und Mitarbeiter die Höhe und der Zeitpunkt der Gehalts-/Lohnbestandteile vereinbart, die auf das Lebensarbeitszeit-Konto eingezahlt werden.

 

Das Lebensarbeitszeitkonto wird dann vom Arbeitgeber beim ausgewählten Kapitalanlageinstitut auf den Namen des Mitarbeiters eröffnet. Es ist an den Mitarbeiter verpfändet und somit insolvenzgeschützt. Das Guthaben verzinst sich entsprechend der ausgewählten Kapitalanlageform.

 

Für die eingezahlten Gehalts-/Lohnbestandteile gilt das Prinzip der nachgelagerten Besteuerung („Bruttosparen“): Steuern und ggf. Sozialversicherungsbeiträge müssen erst dann abgeführt werden, wenn das Guthaben des Kontos zu einem späteren Zeitpunkt für eine Arbeitsfreistellung verwendet wird.

 

Während einer späteren Arbeitsfreistellung (z.B. Vorruhestand, Teilzeit etc.) wird der Lohn bzw. das Gehalt des Arbeitnehmers von dem angesparten Guthaben bezahlt. Ebenso werden hieraus die Steuer- und Sozialversicherungsabgaben abgeführt.