Betriebliche Altersvorsorge besonders Interessant für die Generation 55+

Netto mehr als zehn Prozent Rendite

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Eine Betriebsrente lohnt sich für Arbeitnehmer auch noch in reiferem Alter…

Wenn es bis zum Ruhestand nur noch wenige Jahre sind, ist nach landläufiger Einschätzung eine neu anzusparende betriebliche Altersversorgung (bAV) nicht mehr wirklich interessant. Das Gegenteil ist richtig – selbst wenn die späteren Leistungen vollständig (also ohne Arbeitgeberzuschuss) aus dem eigenen Bruttogehalt finanziert werden. Der Grund sind die eingesparten Steuern und Sozialabgaben, auch wenn letztere die entsprechenden Anwartschaften geringfügig mindern.

 

Abgabenersparnis als Renditeturbo

 

Ein 55-jähriger verheirateter Alleinverdiener, von dessen 3.500 Euro Bruttogehalt monatlich 100 Euro in eine bAV umgebucht werden, erzielt bis zu seinem 65. Geburtstag – stellt man allein die Einzahlungen der Kapitalauszahlung gegenüber – eine Bruttorendite von voraussichtlich 2,7 Prozent. Da der Arbeitnehmer aber auf seinen Beitrag Steuern und Sozialversicherungsbeiträge spart, muss er netto nur 55 Euro aufwenden. Damit steigt seine Rendite auf knapp zwölf Prozent. Dabei ist bereits berücksichtigt, dass von der späteren Auszahlung eventuell Kranken- und Pflegebeiträge abzuführen sind.

Die Rechnung geht auch deshalb auf, weil Rentner im Vergleich zur Erwerbsphase üblicherweise deutlich weniger Steuern zahlen. Entscheidet sich unser Arbeitnehmer nicht für eine einmalige Kapitalzahlung, sondern für eine monatliche Betriebsrente, bleibt sie im Beispiel sogar komplett steuer- und sozialversicherungsfrei. Denn bei Einkünften aus laufenden Betriebsrenten bis zu 141,75 Euro (Freigrenze 2015) fallen keine Krankenversicherungsbeiträge an (§ 226 Abs. 2 SGB V).

Quelle: www.allianz.de