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Dieses wird als ein Zustand emotionaler Erschöpfung beschrieben, welche letztendlich zu einer starken Antriebslosigkeit führt und bewirkt, dass der Betroffene seinen Beruf zumindest vorläufig nicht ausüben kann. Erfahrungsgemäß leiden an einem Burnout Syndrom fast nur Personen, welche in ihrem Beruf sehr engagiert sind und während eines längeren Zeitraums körperliche Warnhinweise wie Schlafstörungen ignoriert haben. Das Burnout-Syndrom geht häufig mit weiteren psychischen Erkrankungen wie einer Depression einher.
Eindeutig erkennbar ist die Krankheit, wenn der Mitarbeiter sowohl privat als auch beruflich antriebslos und nicht mehr motivierbar wird und dieser schlechte Gesundheitszustand über einen längeren Zeitraum anhält.

 

 

Wer gilt als berufsunfähig?

 

Als berufsunfähig gilt ein Versicherter, wenn er auf Grund einer Erkrankung, eines Unfalls oder einer Verletzung nicht mehr in der Lage ist, seinen Beruf auszuüben. Die meisten Versicherungsverträge sehen vor, dass die Berufsunfähigkeit für einen Zeitraum von mindestens sechs Monate bestätigt wird. In der gesetzlichen Rentenversicherung ist die Berufsunfähigkeit nur versichert, wenn das Mitglied vor dem 02. Januar 1961 geboren wurde; jüngere Versicherte erhalten Leistungen nur bei einer Erwerbsunfähigkeit. Private Versicherungsgesellschaften zahlen in der Regel, wenn ihr Mitglied zu mindestens fünfzig Prozent berufsunfähig ist.

Überwiegend ältere Verträge weisen noch das Recht der Versicherungsgesellschaft auf die abstrakte Verweisung auf. Diese besagt, dass der Versicherungsnehmer nicht als berufsunfähig anzusehen ist, wenn er einen Beruf ausüben kann, welcher der versicherten Tätigkeit ähnlich ist. Dabei wird die Ähnlichkeit sehr weit ausgelegt, so dass ein Arzt durchaus auf eine beratende Tätigkeit bei einem medizinischen Fachverlag verwiesen werden kann. Die meisten heute abgeschlossenen Verträge verzichten auf die den Versicherungsnehmer benachteiligende Klausel bezüglich der abstrakten Verweisung.

 

 

Die Rechtslage

 

Das Burnout Syndrom ist als Erkrankung anerkannt und führt erfahrungsgemäß in den meisten Fällen zu einer länger als sechs Monate anhaltenden Unfähigkeit, den Beruf weiter auszuüben. Somit ist die Berufsunfähigkeitsversicherung zur Leistung verpflichtet, wenn bei einem Versicherungsnehmer das Burnout Syndrom diagnostiziert wurde.


Als schwieriger erweist sich die Rechtslage bei älteren Verträgen, welche eine Berufsunfähigkeitsrente erst bei einer vermutlich drei Jahre anhaltenden Berufsunfähigkeit vorsehen. Nicht immer prognostiziert der Arzt bei einem Burnout Syndrom eine derart dauerhafte Unfähigkeit zur Berufsunfähigkeit. Auswertungen von Behandlungsergebnissen zeigen, dass ein Teil der Patienten mit einem Burnout Syndrom innerhalb eines Jahres weitgehend geheilt werden können und wieder in der Lage sind, ihren Beruf auszuüben. Wegen dieser Statistik bescheinigen nicht wenige Ärzte eine mindestens dreijährige Berufsunfähigkeit erst, wenn sich nach Ablauf eines Jahres keine spürbare Verbesserung der gesundheitlichen Situation eingestellt hat.


In der Realität zeigt sich, dass psychische Krankheiten wie das Burnout Syndrom wesentlich häufiger zu einer Berufsunfähigkeit führen als körperliche Erkrankungen und Verletzungen.

Ursachen für Berufsunfähigkeit

 

 

Wenn nichts mehr geht!

Ein Albtraum: Rund 20 % der Arbeitnehmer in Deutschland werden berufsunfähig. Das Risiko ist hoch. Pro Jahr sind rund 200.000 Menschen betroffen und stehen vor dem Nichts. In einem solchen Fall zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung eine monatliche Rente und befreit Sie von der Zahlungspflicht, solange Sie berufsunfähig sind.

Klauseln im Versicherungsvertrag

 

In Verträgen zur Berufsunfähigkeitsversicherung kann die Versicherungsgesellschaft eine Klausel aufnehmen, wonach sie das Recht zu einer Nachprüfung hat und die Zahlungen der vereinbarten Versicherungssumme einstellen kann, wenn sich der Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers deutlich verbessert hat und er wieder zu mehr als fünfzig Prozent in seinem Beruf arbeiten kann. Eine derartige Klausel benachteiligt den Versicherungsnehmer, so dass die Rechtsprechung hohe Ansprüche an ihre Anwendung stellt.


Grundsätzlich ist jedoch jedem Versicherungsnehmer zu empfehlen, einen auf die Nachprüfung verzichtenden Tarif für seine Berufsunfähigkeitsversicherung zu wählen.

Sofern eine entsprechende Klausel nicht ausdrücklich im Versicherungsvertrag vereinbart wurde, darf die Versicherungsgesellschaft keine Nachprüfung verlangen und ist verpflichtet, die Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung bis zum Beginn des regulären Rentenalters zu zahlen.

 

 

Quelle: www.arbeits-abc.de

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